Materialhaus im Dorfkern

Wöhrden wurde erstmals 1281 urkundlich erwähnt und ist damit eines der ältesten in der Marschen gelegenen Wurtdörfer Dithmarschens. Der Begriff Wurt bedeutet soviel wie aufgeschütteter Erdhügel. Hier in Wörden, auf der höchsten Wurt Dithmarschens, befindet sich die St. Nicolai-Kirche von 1786. Das malerische Stadtbild wird darüber hinaus vom Materialhaus (1519), der Holländerwindmühle Germania (1847) und weiteren historischen Sehenswürdigkeiten geprägt.

Doch erst auf den zweiten Blick ist erkennbar, dass das Wurtdorf ursprünglich direkt an der Dithmarscher Bucht lag.

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Ehemaliger Hafenort

Bis ins 16. Jahrhundert lag Wöhrden direkt an der Nordseeküste und konnte von Südwesten her mit Schiffen erreicht werden. Bedingt durch die Eindeichungen 1601 und 1845, die künstliche Landgewinnung und natürliche Verlandung musste der Hafen mehrmals an neue Außendeiche verlegt werden. In den Jahrhunderten nahm die Bedeutung des Hafens ab, so dass zum Ende hin nur noch Krabbenkutter anlandeten.  Nach 1946 wanderten jedoch auch die letzten Krabbenfischer ab. Erst mit dem Bau des Speicherkooges 1978 wurde der Hafen endgültig aufgegeben. Ein ehemaliges Zollgebäude ist stiller Zeuge der früheren Existenz der Anlegestelle.

Heutzutage ist die ehemalige Verbindung zur Nordsee eher durch die niedergelassene Geschäfte erkennbar. So ist seit 2015 die Traditionsmarke Büsumer Feinkost  wieder an ihrem alten Produktionsstandort ansässig.